Kosten2018-11-12T21:03:43+00:00

Kosten

Gebühren

Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) wird durch Gebühren finanziert, welche durch die (Dualen) Systeme und angemeldete Branchenlösungen zu übernehmen sind. Aktuell werden von Herstellern, Importeuren und Prüfern vom Verpackungsregister keine Gebühren für Registrierungs-, Verwaltungs- oder Prüfvorgänge erhoben. Auch Anfragen, beispielsweise hinsichtlich der Einstufung von Verpackungen, werden von der Stiftung ZSVR bisher kostenfrei beantwortet. Allerdings ist zu erwarten, dass die Systeme und Branchenlösungen die Gebührenaufwände in ihren Tarifen abbilden.

HINWEIS: Die Registrierungen und Mengenmeldungen von Herstellern und Importeuren beim Verpackungsregister sind aktuell kostenlos!

Rücknahme und Entsorgung

Systembeteiligungspflichtige Verpackungen (B2C)

Erstinverkehrbringer von B2C-Verpackungen müssen sich zur Sicherstellung der bundesweiten Rücknahme und anschließender Verwertung der entsprechenden Verpackungsabfälle einen sogenannten (Dualen) System anschließen. Diese rechnen die entsprechenden Aufwände traditionell über das an sie gemeldete, in Deutschland in Verkehr gebrachte Gewicht der verschiedenen Materialfraktionen ab. Die Kilogramm-Tarife werden dabei zumeist nach Mengenstaffeln kalkuliert.

ACHTUNG!: Da die verschiedenen Systeme ihre Entsorgungskontingente jeweils im Voraus für ein Kalenderjahr planen, werden von den angeschlossenen Herstellern in der Regel möglichst präzise Mengenschätzungen erwartet. Abweichungen von dieser Prognose im späteren Verlauf eines Jahres, können teilweise zu erheblichen Strafzahlungen führen!

Andere Verpackungen (B2B usw.)

Auch für die folgenden Verpackungsfraktionen muss durch Hersteller als Inverkehrbringer nach dem VerpackG die Rücknahme und ordnungsgemäße Verwertung der entsprechenden Abfälle organisieren und sicherstellen, sofern er nicht zusammen mit seinen Kunden eine andere Vereinbarung getroffen hat:

  • Gewerbliche Verkaufs-, Versand- oder Umverpackungen (B2B),
  • Transportverpackungen (B2B),
  • Systemunverträgliche Verkaufs-, Versand, Service- oder Umverpackungen nach § 7 Abs. 5 VerpackG,
  • Verkaufsverpackungen schadstoffhaltiger Füllgüter.

Hier gibt es je nach Verpackungsfraktion unterschiedliche Anbieter, Lösungen sowie Kosten. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung dieser Anforderungen benötigen!

FAQ

Dürfen bzw. müssen in Deutschland die Entsorgungskosten separat zum Verkaufspreis ausgewiesen werden?2018-11-11T14:42:08+00:00

Im B2C-Bereich ist dies weder vorgesehen noch erlaubt. Im B2B-Bereich ist eine separate Abrechnung über die Recycling-Aufwände für die entsprechenden Verpackungsfraktionen jedoch unter bestimmten Voraussetzungen möglich und auch im Markt zu beobachten.

Wie lassen sich die Entsorgungsaufwände für Verpackungsabfälle an Kunden weitergeben?2018-11-11T14:41:45+00:00

Für B2C-Produkte lassen sich die verschiedenen Entsorgungskosten für entsprechende Verpackungsabfälle nur in den gesamten Produktpreis einkalkulieren. Im B2B-Bereich können diese auch flexibler fakturiert werden.

Wie lassen sich die Aufwände aus der Rücknahme und Entsorgung von Verpackungen verbindlich im Voraus kalkulieren und damit budgetieren?2018-11-11T14:41:18+00:00

In der Regel lassen sich die Entsorgungskosten gut im Voraus abschätzen, da diese immer für ein Kalenderjahr angeboten und beauftragt werden. Voraussetzung für eine konkrete Deckungsbeitragsrechnung zu den einzelnen Produkten ist die exakte Erfassung der Verpackungsmaterialfraktionen je Artikel sowie die Berücksichtigung der Nebenfraktionen (vor allem in Form von Versandverpackungen, die später noch variabel hinzukommen).

Aufwände für Prüfungen und Testierungen

Hersteller und Importeure müssen bei Bedarf Sachverständige oder andere Prüfer mit der Kontrolle und Bestätigung bestimmter Sachverhalte und Daten beauftragen. Dazu gehört vor allem die Vollständigkeitserklärung, mit der grundsätzlich sehr große, auf Verlangen jedoch auch kleinere, Erstinverkehrbringer von Verpackungen die auf den deutschen Markt gebrachten Verpackungsmengen eines Kalenderjahres beim Verpackungsregister nachweisen müssen. Weiterhin entstehen auch bei der Zulassung einer Branchenlösung Prüfungsanforderungen. Aus der Beauftragung dieser Aufgaben entstehen Aufwände, vor allem in Form von Arbeitszeitkosten.

Produkteigenschaften und Pflichthinweise

Neben den administrativen Verpflichtungen von Herstellern, wie beispielsweise der Registrierung, den regelmäßigen Mengenmeldungen und ggf. der jährlichen Vollständigkeitserklärung, müssen auch bestimmte Beschaffenheiten von Verpackungen gewährleistet werden, welche sich ggf. in entsprechenden Aufwänden niederschlagen:

  1. Mit Ausnahme bestimmter Verpackungsarten (vgl. § 5 Satz 2 VerpackG) dürfen Verpackungen nur einen bestimmten maximalen Anteil an den Gefahrstoffen Blei, Cadmium, Quecksilber und Chrom VI enthalten.
  2. Verpackungen sollten (müssen aber nicht!) mit bestimmten Kennzeichnungen versehen werden:
    1. Eine Marke, die der Identifikation des zugehörigen, registrierten Herstellers dienen soll,
    2. Ein Recycling-Code (oft in Form eines dreieckigen Symbols), mit dem die jeweilige Materialfraktion einer Verpackung beschrieben wird. Dies soll das spätere Recycling ermöglichen bzw. erleichtern,
    3. Ein System-Logo, mit der die Freistellung einer Verpackung bei einem bestimmten (Dualen) System angezeigt wird. Der wohl bekannteste Vertreter ist der Grüne Punkt®.

ACHTUNG! Bei der Einfuhr von Verpackungen über die Landesgrenze nach Deutschland wird ein Händler in der Regel zum Importeur (=Hersteller) nach dem Elektrogesetz. Er ist dann im Außenverhältnis vollumfänglich selbst verantwortlich für die Konformität der Produkteigenschaften und kann im Innenverhältnis den ausländischen Hersteller bzw. Exporteur nicht ohne weiteres für entsprechende Verstöße und Probleme haftbar machen!

Letztvertreiber (Händler) von Einweg- oder Mehrweg-Getränkeverpackungen müssen an der Verkaufsstelle mit den entsprechenden Hinweisen “EINWEG” bzw. “MEHRWEG” auf die jeweilige Verpackungsart hinweisen.

FAQ

Wie kann ich mich als Importeur vor der Haftung und den finanziellen Konsequenzen fehlerhafter Produkteigenschaften weitestgehend schützen?2018-11-11T14:39:26+00:00

Idealerweise regeln ausländische Exporteure und inländische Importeure diese Aspekte in Form einer sogenannten Lieferantenerklärung. Allerdings ist dies lediglich eine vertragliche Vereinbarung im Innenverhältnis. Im Außenverhältnis bleibt der Importeur der Hersteller im Sinne des Verpackungsgesetzes, d.h. er haftet für alle Verstöße zunächst selbst. Inwiefern er sich dazu beim Lieferanten entlang der Lieferantenerklärung schadlos halten kann, bleibt abzuwarten.

Wie und wo sollten Kennzeichnungen am besten auf einer Verpackung angebracht werden?2018-11-11T14:38:39+00:00

Alle Kennzeichnungen auf einer Verpackung sollten dauerhaft und erkennbar sein, d.h. insbesondere die Lebensdauer der Verpackung überdauern und von Dritten gut wahrnehmbar (insbesondere nicht verdeckt) sein.

Was ist mit der Marke gemeint, die man auf Produkten oder Verpackungen anbringen soll?2018-11-11T14:40:17+00:00

Das Markengesetz definiert eine Marke als schutzfähiges Zeichen, “insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.” (§ 3 Abs. 1 MarkenG). Das Verpackungsregister LUCID erlaubt jedoch nur die Eingabe von Wort- oder Wortbildmarken, die aus lateinischen Schriftzeichen bestehen.