Mindeststandards für recyclinggerechtes Verpackungsdesign veröffentlicht

2018-12-01T13:19:21+00:0030.11.2018|Duale Systeme, Recyling, Zentrale Stelle|

Eins der Ziele des neuen Verpackungsgesetzes ist die ökologische Gestaltung der Beteiligungsentgelte. Nach § 21 VerpackG sollen Hersteller über ein finanzielles Anreizsystem belohnt werden, wenn die von ihnen in Verkehr gebrachten, systembeteiligungspflichtigen Verpackungen bestimmte Mindeststandards an ein recyclinggerechtes Design einhalten. Während die konkrete Umsetzung in Form eines Rabattsystems über die (Dualen) Systeme erfolgen soll, lag es an der Zentralen Stelle Verpackungsregister, im Rahmen der ihr übertragenen Aufgaben verbindliche Definitionen für diese Mindeststandards beim Ökodesign von Verpackungen festzulegen. Die Veröffentlichung der Orientierungshilfe zur Bemessung der Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen ist mit dem heutigen Tage erfolgt.

Geplant ist, den Erfolg dieser Maßnahme bis zum Sommer 2020 zu überprüfen und die Mindeststandards ggf. anzupassen. Ob dieser – für die Umwelt sicherlich sehr sinnvolle – Ansatz Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Lediglich Verstöße gegen die Reportingpflicht der Systeme ans Verpackungsregister und ans Umweltbundesamt, sind nach dem Verpackungsgesetz bußgeldbewehrt. Weiterhin sind keinerlei vergleichbare Maßnahmen im Bereich nicht-systembeteiligungspflichtiger Verpackungen (z.B. B2B-Verkaufsverpackungen, Transportverpackungen) vorgesehen.