Lexikon2018-11-12T21:41:43+00:00

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TermDefinition
BeiratGremium der Stiftung ZSVR (Verpackungsregister), welches sich vor allem in deren fachliche Prozesse involviert.
BeseitigungJedes Behandlungsverfahren von Abfällen, das keine Verwertung ist.
BranchenlösungSpezielle Rücknahmelösungen für systembeteiligungspflichtige Verpackungen, welche durch einen Hersteller an den eigenen Anfallstellen des Unternehmens einsammelt und einer Verwertung zuführt.
Duales Systemsiehe System
EinwegverpackungenVerpackungen, die keine Mehrwegverpackungen sind.
EndverbraucherJeder private oder gewerbliche Verbraucher, der eine gelieferte Ware nicht mehr gewerbsmäßig in Verkehr bringt.
Erstvertreibersiehe Hersteller
Gemeinsame StelleClearing-Stelle der (Dualen) Systeme
Getränkeverpackungen(Überwiegend) geschlossene Verkaufsverpackungen für Getränke, die zum Verzehr bestimmt sind.
HerstellerVertreiber und Importeure, welche Verpackungen erstmals gewerbsmäßig in Deutschland in Verkehr bringen.
Intelligenter FehlwurfBefüllung von Rücknahmebehältnissen mit Wertstoffen, die keine Verpackung im Sinne des Verpackungsgesetzes sind.
InverkehrbringenJegliche entgeltliche oder unentgeltliche Bereitstellung zur Nutzung an Dritte in Deutschland mit dem Ziel der Verwendung, des Vertriebs oder des Verbrauchs (z.B. verkaufen, vermieten, verleasen, verschenken usw.).
KuratoriumGremium der Stiftung ZSVR (Verpackungsregister), welches vor allem deren Geschäftstätigkeit überwacht und reguliert.
LetztvertreiberVertreiber, welcher Verpackungen an den Endverbraucher abgibt.
MarkeZeichen, das dazu dient, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen eines anderen Unternehmens zu unterscheiden (z.B. Wortmarke, Wortbildmarke, Bildmarke usw.).
Materialartsiehe Verpackungsmaterialien
MehrwegverpackungenVerpackungen, die zum mehrfachen oder gleichen Zweck wiederverwendet werden können und deren Rückgabe in einem geeigneten Logistik- und Anreizsystem (in der Regel über ein Pfand) erfolgt.
Privater EndverbraucherPrivathaushalte sowie Anfallstellen, welche diesen nach Art und Menge der anfallenden Verpackungsabfällen vergleichbar sind (z.B. Hotels, Restaurants, Krankenhäuser, Schulen, Museen, Sportanlagen, Behörden, kleine Handwerksbetriebe usw.).
RegistrierungAntrag auf die Aufnahme eines systembeteiligungspflichtigen Herstellers in das Verpackungsregister. Neben den Stammdaten des Unternehmens werden auch Marken von Waren und Verpackungen sowie weitere Daten, beispielsweise zu den angeschlossenen Systemen, erfasst.
RücknahmeSammlung von Verpackungsabfällen durch zugelassene Entsorgungssysteme, damit die Abfallfraktionen der Verwertung zugeführt werden können.
Schadstoffhaltige FüllgüterStoffe und Gemische, die der Chemikalienverbotsordnung unterliegen; Pflanzenschutzmittel, deren Anwendung gesetzlich eingeschränkt ist; bestimmte atemwegsreizende MDI-Gemische; Öle, Flüssigbrennstoffe und ähnliche Stoffe mit bestimmten Abfallschlüsselnummern.
ServiceverpackungVerkaufsverpackung, welche die Übergabe von Waren an den Endverbraucher ermöglichen oder unterstützen (z.B. Einkaufstüte, Coffee-to-go-Becher usw.).
Stiftung ZSVRsiehe Zentrale Stelle
StoffbeschränkungenBeschränkung Gefahrstoffanteile in Verpackungen (z.B. Blei, Cadmium, Quecksilber und Chrom VI).
Stoffgleiche NichtverpackungProdukte aus den gleichen Materialarten wie Verpackungen, welche jedoch keine Verpackungen im Sinne des Verpackungsgesetzes sind (z.B. Aluminiumfolie, Fahrradreifen, Plastikwanne usw.).
Stoffliche VerwertungNutzung der stofflichen Abfallbestandteile in Form von Sekundärrohstoffen.
System(Auch Duales System) Entsorgungssystem, welches (in der Regel bundesweit) Verpackungsabfälle von privaten Endverbrauchern einsammelt und verwerten lässt.
Systembeteiligungspflichtige VerpackungenMit Ware befüllte Verkaufs-, Um-, Service- oder Versandverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher als Verpackungsabfall anfallen.
Thermische VerwertungNutzung von Abfällen zur Erzeugung von Wärmeenergie durch Verbrennung ("Ersatzbrennstoff").
TransportverpackungVerpackung, welche das Berühren oder die Beschädigung von Waren auf dem Transportweg vermeiden und typischerweise nicht zum Endverbraucher gelangen (z.B. Paletten, Holzverkleidungen, Haubenkartonagen usw.).
UmverpackungVerpackung, die eine bestimmte Anzahl von Verkaufseinheiten, jeweils bestehend aus Ware und Verpackung, enthalten und typischerweise dem Endverbraucher zusammen mit diesen angeboten werden oder zur Bestückung von Verkaufsregalen dienen (z.B. Gebindekartons, Verpackungen für Zehnerpacks usw.).
VerbundverpackungenVerpackungen, die aus unterschiedlichen, manuell nicht trennparten Materialarten bestehen, von denen keine jeweils einen Masseanteil von 95% der gesamten Verpackung überschreitet.
VerkaufsverpackungVerkaufseinheit aus Ware und Verpackung, die dem Endverbraucher angeboten werden.
VermeidungMaßnahme, die dazu führt, dass ein Stoff, Material oder Erzeugnis kein Abfall wird.
VerpackungErzeugnis aus beliebigen Materialien, die der Aufnahme, dem Schutz, der Handhabung, der Lieferung oder der Darbietung von Waren dienen und vom Hersteller an Händler oder Verbraucher abgegeben werden.
VerpackungsmaterialienMaterialfraktionen, aus denen sich Verpackungen zusammensetzen können (Papier/Pappe/Karton, Kunststoffe, Glas, Eisenmetalle, Aluminium, Getränkekartonagen, Verbundverpackungen, sonstiges Material).
VerpackungstypenUnterschiedliche Arten von Verpackungen nach Definition im VerpackG (Verkaufsverpackungen, Umverpackungen, Serviceverpackungen, Versandverpackungen, Transportverpackungen, Getränkeverpackungen; weiterhin werden systembeteiligungspflichtige B2C- und nicht systembeteiligungspflichtige B2B-Verpackungen sowie Mehrweg- und Einwegverpackungen unterschieden).
VersandverpackungVerkaufsverpackung, die den Versand von Waren an Endverbraucher ermöglichen oder unterstützen (z.B. Versandkartons, Füllmaterial, Adressetiketten usw.).
VertreiberJeder, der Verpackungen gewerbsmäßig in Verkehr bringt, unabhängig von der Vertriebsmethode oder Handelsstufe.
VerwertungVerfahren, bei dem Abfälle einem sinnvollen Zweck zugeführt werden (z.B. stoffliche oder thermische Vwerwertung).
VerwertungsquoteGesetzlich definierte Mindestquoten für die stoffliche Verwertung von Abfällen.
VollständigkeitserklärungErweiterte Reportingverpflichtung hinsichtlich der systembeteiligungspflichtigen Verpackungsmengen für ein Kalenderjahr, die durch besonders große Hersteller durchzuführen ist.
WertstoffIm Abfall enthaltene Rohstoffe, welche sich zur Wiederverwendung eignen.
WiederverwendungVerfahren, bei dem Erzeugnisse oder Bestandteile, die (noch) kein Abfall sind, wieder für den ursprünglich bestimmten Zweck verwendet werden.
Zentrale StelleDie Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) ist vor allem für die Registrierung systembeteiligungspflichtiger Hersteller von Verpackungen sowie zur Definition von Standards zuständig.